
Praxisnah vertiefen
Präsenzseminare als Schlüssel
Die praxisnahen Präsenzseminare vertiefen die Inhalte der E-Learnings und ermöglichen den direkten Austausch mit erfahrenen Dozentinnen und Dozenten sowie anderen Teilnehmenden.
Wissen anwenden und vertiefen: Präsenzseminare für maximale Praxiskompetenz
Die Präsenzseminare bilden das Herzstück der praxisorientierten Ausbildung und ermöglichen eine gezielte Vertiefung der zuvor im E-Learning erworbenen Kenntnisse. In einem persönlichen, interaktiven Rahmen werden zentrale Themen wie Darm & Mikrobiom, hormonelle Regulation, mitochondriale Funktion, Stress & Neurotransmitter sowie das Immunsystem umfassend behandelt. Dabei steht der direkte Transfer in die praktische Arbeit im Vordergrund: Die Teilnehmer lernen, komplexe biochemische Zusammenhänge zu erkennen, individuelle Therapieansätze zu entwickeln und Mikronährstoffkonzepte gezielt umzusetzen. Durch den intensiven Austausch mit erfahrenen Dozentinnen und Dozenten sowie mit Kolleginnen und Kollegen wird nicht nur das Wissen gefestigt, sondern auch die Sicherheit im therapeutischen Alltag gestärkt.
Modul 1 - Körpereigene Regulationssysteme, Darm und Darmmikrobiom
- Die einzelnen Regulationssysteme
- Orthomolekulare Medizin und Gastrointestinaltrakt Teil 1-2
- Vollwertige Ernährung und Ernährungsrichtlinien
- Auswertung von Laboranalysen zum Darm
09:00 – 09:30 Uhr: Einführung
Überblick über die Relevanz funktioneller Prinzipien für Diagnostik und Therapie im ärztlichen Alltag.
Dr. Goran Stojmenovic, Dr. Jürgen Kasper
09:30 – 10:30 Uhr: Der Mensch im Gleichgewicht – Die einzelnen Regulationssysteme
Ein systemischer Überblick über die wichtigsten Regulationssysteme des Körpers (z. B. neuroendokrines System, Immunsystem, Darm-Mikrobiom, mitochondrialer Stoffwechsel, Entgiftung). Vermittlung eines integrativen Verständnisses von Gesundheit als dynamischem Gleichgewicht. Relevanz für die klinische Diagnostik und individuelle Therapieplanung.
Dr. Goran Stojmenovic
10:30 – 11:00 Uhr: Pause
11:00 – 12:00 Uhr: Der Darm als zentrales Stoffwechselorgan – Teil 1
Einführung in die Bedeutung des Darms als multifunktionales Organ. Anatomische und funktionelle Grundlagen, Aufgaben des Mikrobioms, intestinale Barriere, immunologische Funktionen. Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen, Systemwirkungen des Darms.
Dr. Jürgen Kasper
12:00 – 13:00 Uhr: Der Darm als zentrales Stoffwechselorgan – Teil 2
Vertiefung der Inhalte aus Teil 1. Analyse funktioneller Störungen wie „Leaky Gut“, Dysbiose, SIBO, und deren systemische Auswirkungen. Diagnostische und therapeutische Ansätze aus der funktionellen Medizin. Interpretation von Laborparametern und gezielte therapeutische Interventionen.
Dr. Jürgen Kasper
13:00 – 14:30 Uhr: Mittagspause
14:30 – 15:30 Uhr: Die richtige Ernährung als Basis einer erfolgreichen Therapie
Ernährungsmedizinisch-funktionelle Grundlagen: Welche Ernährung unterstützt die Darmgesundheit und fördert das Gleichgewicht der Körpersysteme? Vorstellung bewährter Konzepte wie Eliminationsdiäten, antientzündliche Ernährung, darmmikrobiom-fördernde Strategien. Umsetzung in der ärztlichen Praxis.
Dr. Goran Stojmenovic
15:30 – 16:00 Uhr: Pause
16:00 – 19:00 Uhr: Praktische Anwendung – Mikrobiomdiagnostik und Fallbeispiele
Praktische Vertiefung: Gemeinsame Besprechung und Interpretation eines Mikrobiombefundes. Diskussion realer Fallbeispiele mit Bezug zu den vermittelten Inhalten des Tages. Klinische Entscheidungsprozesse im Kontext funktioneller Diagnostik. Ziel ist die direkte Anwendbarkeit der Erkenntnisse im ärztlichen Alltag.
Dr. Goran Stojmenovic, Dr. Jürgen Kasper
Modul 2 - Mitochondrien und körpereigene Energiebalance
- Mitochondrienmedizin und orthomolekulare Interaktion Teil 1-2
- Oxidativer und nitrosativer Stress
- Entgiftung und Umweltmedizin
- Therapiestrategien bei Mitochondropathien
09:00 – 09:30 Uhr: Einführung: körpereigene Energieproduktion und Mitochondrien
Kurze inhaltliche Einführung in die Thematik: Energieproduktion, mitochondriale Gesundheit, oxidativer Stress, epigenetische Regulation und deren Bedeutung in der funktionellen Medizin. Erläuterung des Ablaufs und der Lernziele des Seminartags.
Dr. Goran Stojmenovic, Dr. Jürgen Kasper
09:30 – 10:30 Uhr: Einführung in die Mitochondrienmedizin – Teil 1
Grundlagen der mitochondrialen Biologie: Aufbau und Funktion der Mitochondrien, ATP-Produktion, oxidativer Stress und ROS. Bedeutung mitochondrialer Dysfunktionen bei chronischen Erkrankungen wie Fatigue, neurodegenerativen Erkrankungen, metabolischem Syndrom und mehr.
Dr. Goran Stojmenovic
10:30 – 11:00 Uhr: Pause
11:00 – 12:00 Uhr: Einführung in die Mitochondrienmedizin – Teil 2
Vertiefung der mitochondrialen Pathophysiologie: Mechanismen der Dysregulation, Diagnostik (Laborwerte, funktionelle Tests), therapeutische Ansätze zur Unterstützung der mitochondrialen Funktion. Überblick über evidenzbasierte mitochondrienwirksame Substanzen (z. B. Coenzym Q10, NAD+, Alpha-Liponsäure).
Dr. Goran Stojmenovic
12:00 – 13:00 Uhr: Orthomolekulare Therapie – Antioxidantien im Fokus
Wirkmechanismen und Einsatzbereiche antioxidativer Mikronährstoffe (z. B. Vitamin C, E, Glutathion, Selen, Polyphenole) in der funktionellen Medizin. Besprechung von Therapieindikationen, labordiagnostischer Steuerung und Kombination mit mitochondrialer Therapie.
Dr. Jürgen Kasper
13:00 – 14:30 Uhr: Mittagspause
14:30 – 16:00 Uhr: Genetik und Epigenetik in der funktionellen Medizin
Grundlagen der Genetik und Epigenetik: Was ist vererbbar, was ist beeinflussbar? Methylierung, Histonmodifikation, microRNA. Relevanz epigenetischer Prozesse in der Praxis: individuelle Prävention, chronische Erkrankungen, Nährstoffbedarf und Lebensstilinterventionen.
Dr. Goran Stojmenovic
16:00 – 16:30 Uhr: Pause
16:30 – 19:00 Uhr: Praxisanwendung – IHHT und Kältetherapie, Fallbeispiel
Praxisbezogene Einführung in zwei mitochondrienstimulierende Verfahren:
- Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT): Wirkprinzipien, wissenschaftliche Datenlage, klinische Einsatzgebiete (z. B. metabolisches Syndrom, Fatigue, Long Covid).
- Kältetherapie: Wirkungen auf den Zellstoffwechsel, antioxidatives System und mitochondriale Biogenese.
Demonstration, Fallbeispiele und Diskussion der praktischen Umsetzung in der eigenen Praxis.
Dr. Goran Stojmenovic, Dr. Jürgen Kasper
Modul 3 - Stressentstehung, Stressregulation und Stressmedizin
- Orthomolekulare Medizin und Stressmedizin Teil 1-2
- Orthomolekulare Medizin und Nebenniere
- Säure Basen Haushalt
- Therapiekonzepte und Praxisfälle
09:00 – 09:30 Uhr: Einführung Stressmedizin für Klinik und Praxis
Kurze Einführung in die Relevanz des Themas Stressmedizin für Praxis und Klinik.
Dr. Goran Stojmenovic, Dr. Jürgen Kasper
09:30 – 10:30 Uhr: Stressmedizin – Teil 1: Neurobiologie und Systemik
Grundlagen der Stressphysiologie: Neuroendokrine Regulation, HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse), Sympathikus, Parasympathikus und ihre Wechselwirkung mit dem Immunsystem, Mikrobiom und Stoffwechsel. Vorstellung typischer Dysregulationen bei chronischem Stress, Burnout, Schlafstörungen und Erschöpfung.
Dr. Goran Stojmenovic
10:30 – 11:00 Uhr: Pause
11:00 – 12:00 Uhr: Stressmedizin – Teil 2: Diagnostik und therapeutische Ansätze
Diagnostische Zugänge in der funktionellen Stressmedizin: Speichelkortisolprofile, DHEA, Neurotransmitter, HRV, funktionelle Laborparameter. Darstellung von Therapiekonzepten wie Adaptogene, Mikronährstofftherapie, Lifestyle-Maßnahmen, Mind-Body-Strategien und integrative Ansätze. Dr. Goran Stojmenovic
12:00 – 13:00 Uhr: Die Nebenniere als Steuerorgan der Stressachse
Anatomie und Physiologie der Nebenniere in ihrer zentralen Rolle bei der Stressantwort. Erschöpfungsmodelle (z. B. Cortisol-Dysregulation), klinische Zeichen und Symptome, Relevanz für hormonelle Achsen und mitochondrialen Stoffwechsel. Labordiagnostik und therapeutische Zielstrategien.
Dr. Jürgen Kasper
13:00 – 14:30 Uhr: Mittagspause
14:30 – 15:30 Uhr: Circadianer Rhythmus
Der circadiane Rhythmus steuert viele physiologische Prozesse wie Hormonproduktion (Cortisol, Melatonin), Schlaf-Wach-Zyklus, Immunfunktion, Stoffwechsel und Entzündungen. Das suprachiasmatische Kerngebiet (SCN) im Hypothalamus agiert als „innere Uhr“ und wird durch Lichtreize synchronisiert. Exogene Faktoren wie Tageslicht, Beleuchtung, Bildschirmnutzung und Jetlag beeinflussen diesen Rhythmus. Der Vortrag geht auf Chronotypen (Früh- oder Spättyp) ein und zeigt, wie diese für Schlaf, Therapie und Nahrungsaufnahme angepasst werden können. Störungen wie „Social Jetlag“ und deren gesundheitliche Folgen werden ebenso behandelt. Praktische Maßnahmen wie Lichtmanagement, Schlafhygiene und intermittierendes Fasten helfen, den Rhythmus zu stabilisieren und therapeutisch zu nutzen.
Dr. Jürgen Kasper
15:30 – 16:00 Uhr: Pause
16:00 – 19:00 Uhr: Fallorientierte Therapieansätze in der Stressmedizin
Praxisnahes Modul mit der Besprechung konkreter Fallbeispiele aus der funktionellen Stressmedizin. Analyse komplexer Symptomatiken, Interpretation funktioneller Diagnostik und Erstellung individueller Therapiepläne. Diskussion zu patientenzentrierten Behandlungsansätzen, Kombination aus orthomolekularer, hormoneller, psychoneuroimmunologischer und vegetativer Therapie.
Dr. Goran Stojmenovic, Dr. Jürgen Kasper
Modul 4 - Immunsystem, körpereigene Immunabwehr, Allergien, Autoimmunerkrankungen
- Immunsystem Grundlagen
- Autoimmunerkrankungen
- Orthomolekulare Medizin und Histamin
- Fallbeispiele Immunologie
09:00 – 09:30 Uhr: Einführung: Immunsystem und körpereigene Immunabwehr Kurze thematische Einführung und Ausblick auf die Bedeutung der Immunregulation in der funktionellen Medizin.
Dr. Goran Stojmenovic, Dr. Jürgen Kasper
09:30 – 11:30 Uhr: Das Immunsystem – Grundlagen und systemische Bedeutung Überblick über die zentralen Komponenten des angeborenen und adaptiven Immunsystems. Besondere Betrachtung der Schnittstellen zwischen Immunsystem, Darm, Mitochondrien, Neuroendokrinologie und Stoffwechsel. Einführung in immunmodulierende Konzepte der funktionellen Medizin. Relevante Biomarker und Regulationsachsen.
Dr. Goran Stojmenovic
11:30 – 12:00 Uhr: Pause
12:00 – 13:00 Uhr: Histamin – Relevanz, Symptome und Diagnostik
Pathophysiologie der Histaminintoleranz und Mastzellaktivierung. Differenzierung zwischen allergischer Reaktion, enzymatischer Dysfunktion (DAO, HNMT) und systemischer Histaminbelastung. Vorstellung gängiger diagnostischer Verfahren (u. a. DAO, Histamin im Stuhl/Plasma, Symptomtagebuch) und therapeutischer Möglichkeiten.
Dr. Jürgen Kasper
13:00 – 14:30 Uhr: Mittagspause
14:30 – 15:30 Uhr: Autoimmunerkrankungen
Autoimmunerkrankungen entstehen durch den Verlust der Immuntoleranz, bei dem das Immunsystem körpereigenes Gewebe nicht mehr als „selbst“ erkennt. Mechanismen wie molekulare Mimikry und Barrierestörungen im Darm (Leaky Gut) spielen dabei eine zentrale Rolle. Zur Diagnostik werden Antikörperprofile, Zonulin-Werte und Mikrobiomanalysen eingesetzt. Die Therapie umfasst die Sanierung der Darmbarriere, immunregulierende Ernährung, Mikronährstoffe (z. B. Vitamin D, Omega-3, Zink) sowie stressreduzierende Lebensstilmaßnahmen. Ziel ist eine langfristige Rückführung der Immunantwort in ein balanciertes, tolerantes System.
Dr. Jürgen Kasper
15:30 – 17:00 Uhr: Haltungsmedizin von Kopf bis Fuß – Funktionelle Zusammenhänge und diagnostische Bedeutung
Ganzheitlicher Blick auf die Körperstatik und funktionelle Haltungsmedizin. Zusammenhang zwischen muskuloskelettalen Dysbalancen, Stressachsen, Immunsystem und Stoffwechsel. Analyse von Haltungsmustern als diagnostisches Fenster zu inneren Regulationsstörungen. Vorstellung klinisch relevanter Befunde und Hinweise auf therapeutische Ableitungen im Praxisalltag.
Dr. Goran Stojmenovic
17:00 – 17:30 Uhr: Pause
17:30 – 19:00 Uhr: Fallbesprechungen aus der immunologischen Praxis
Praxisorientierte Analyse von Patientenfällen mit immunologischen Dysbalancen – z. B. rezidivierende Infekte, Autoimmunreaktionen, chronische Entzündungen. Gemeinsame Interpretation funktioneller Labordaten, Diskussion diagnostischer Entscheidungen und Entwicklung individueller Therapiepläne unter funktionell-immunologischen Gesichtspunkten.
Dr. Goran Stojmenovic, Dr. Jürgen Kasper
Modul 5 - Indikationen für orthomolekulare Begleittherapien
- Orthomolekulare Medizin und Fettstoffwechselstörungen
- Orthomolekulare Medizin und Neuroinflammation
- Orthomolekulare Medizin und Migräne/Depression
- Sinnvolle Labordiagnostik in der orthomolekularen Medizin
09:00 – 09:30 Uhr: Grundlagen zu indikationsbezogenen Therapieschwerpunkten
Einführung zu den inhaltlichen Schwerpunkten: Lipidstoffwechsel, neuroinflammatorische Prozesse und funktionelle Aspekte bei neurologischen und psychischen Beschwerden. Vorstellung der Referenten und Lernziele.
Dr. Goran Stojmenovic, Dr. Jürgen Kasper
09:30 – 11:00 Uhr: Cholesterin – Fluch oder Segen?
Einordnung von Cholesterin im Kontext der funktionellen Medizin. Physiologische Bedeutung für Zellmembranen, Hormonsynthese und Gehirnfunktion. Kritische Auseinandersetzung mit Leitlinien, LDL vs. HDL, Rolle von Entzündung, Oxidation und funktioneller Diagnostik bei Dyslipidämien. Therapieansätze abseits statinbasierter Konzepte.
Dr. Goran Stojmenovic
11:00 – 11:30 Uhr: Pause
11:30 – 13:00 Uhr: Neuroinflammation – stille Entzündungen im Nervensystem
Grundlagen der Neuroinflammation: Mikroglia, Blut-Hirn-Schranke, mitochondriale Dysfunktion. Zusammenhang zwischen Entzündung und neurologischen Erkrankungen wie MS, Alzheimer, Parkinson sowie psychischen Störungen. Diagnostische Marker (z. B. CRP, TNF-α, IL-6, oxidativer Stress), therapeutische Strategien aus der funktionellen Medizin.
Dr. Goran Stojmenovic
13:00 – 14:30 Uhr: Mittagspause
14:30 – 16:00 Uhr: Depression und Migräne – funktionelle Ursachen und Therapieansätze
Verknüpfung neuroimmunologischer, hormoneller und gastrointestinaler Faktoren bei der Entstehung von Depressionen und Migräne. Bedeutung von Histamin, Serotonin, Darm-Hirn-Achse, Mitochondrien, Mikronährstoffen und hormonellen Dysbalancen. Vorstellung praxisnaher Behandlungsstrategien auf funktioneller Grundlage.
Dr. Jürgen Kasper
16:00 – 16:30 Uhr: Pause
16:30 – 18:30 Uhr: Praxismodul – Sinnvolle Labordiagnostik in der funktionellen Medizin
Gemeinsame Analyse und Diskussion relevanter Laborparameter im Kontext funktioneller Medizin: Lipidprofil, Entzündungsparameter, neuroinflammatorische Marker, Mikronährstoffe, Hormonstatus und Darmdiagnostik. Interpretation im klinischen Zusammenhang, patientenzentrierte Therapieplanung und Auswahl sinnvoller Diagnostik in verschiedenen Beschwerdebildern.
Dr. Goran Stojmenovic, Dr. Jürgen Kasper





