JAHRESEVENT 20262. Kongress für
2. Kongress für
Funktionelle Ganzheitsmedizin
Allgemeine Information
Regulation verstehen – Blockaden lösen, Gesundheit ermöglichen. Funktionelle Medizin zwischen Blockade und Balance
Herzlich willkommen zum 2. Kongress der Funktionellen Ganzheitsmedizin!
Unter dem Motto „Regulation verstehen – Blockaden lösen, Gesundheit ermöglichen“ laden wir Sie am 14. und 15. März 2026 in das historische Parkhotel Schönbrunn nach Wien ein.
Tauchen Sie mit uns in die faszinierende Welt der funktionellen Medizin ein und erfahren Sie, wie feine Regulationsmechanismen den Weg zur Gesundheit ebnen. Freuen Sie sich auf renommierte Expertinnen und Experten, tiefgehende Fachvorträge und wertvollen interdisziplinären Austausch.
Übersicht
Kongress Pakete
Reguläre Teilnahmegebühr: | 350 € |
Teilnahmegebühr Mitglieder der AFGM: | 280 € |
Veranstaltungsort: | Parkhotel Schönbrunn Hietzinger Hauptstrasse 10 – 1130 Wien |
Event Termin | 14.03.2026 bis 15.03.2026 |
Werden Sie AFGM
Mitglied und profitieren
Sie durch einen ermäßigten
Kongresspreis: 280€
Themenschwerpunkte
Programmübersicht | Kongress Funktionelle Ganzheitsmedizin 2026
Programmübersicht | Kongress Funktionelle Ganzheitsmedizin 2026
Die Gesundheit des Menschen basiert auf der Fähigkeit zur dynamischen Selbstregulation. Fünf funktionelle Systeme wirken dabei eng zusammen: Aufnahme und Resorption von Nährstoffen, die zelluläre Energieproduktion, hormonelle und neuronale Kommunikation, das Immunsystem sowie Entgiftungsprozesse. Diese Regulationssysteme sind evolutionär darauf ausgelegt, den Organismus in Balance zu halten. Störungen in einem dieser Systeme beeinflussen das gesamte Netzwerk und können zu komplexen Krankheitsbildern führen. Ein vertieftes Verständnis dieser Prozesse ist Grundlage für jede systemisch-funktionelle Therapie.
Umweltmedizin heute – Umwelttoxine als Regulationsblockade
Umwelttoxine wie Schwermetalle, Pestizide und Weichmacher wirken direkt auf die biochemischen Regelkreise des Körpers. Sie binden an Enzyme, blockieren Entgiftungswege, erzeugen oxidativen und nitrosativen Stress und verändern zelluläre Signalprozesse. Langfristig können sie die mitochondrialen, immunologischen und hormonellen Regulationsmechanismen destabilisieren. Die kumulative Wirkung solcher Substanzen führt häufig zu einer chronischen Belastungslage, die sich nur schwer durch kompensatorische Prozesse ausgleichen lässt.
Autophagie als zelluläre Regulationsleistung – Wenn Recyclingprozesse blockiert sind
Autophagie ist ein essenzieller Prozess zur Aufrechterhaltung der zellulären Homöostase. Durch kontrollierten Abbau beschädigter Zellstrukturen und die Rückgewinnung von Bausteinen sichert die Zelle ihre Funktion und Energieeffizienz. Eine gestörte Autophagie steht im Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen, onkologischen Prozessen und chronischer Inflammation. Die Regulation der Autophagie erfolgt über fein abgestimmte Netzwerke, in denen Signalwege wie mTOR, AMPK und Sirtuine eine zentrale Rolle spielen. Diese Netzwerke sind sensibel gegenüber Umweltreizen, Nährstoffverfügbarkeit und zirkadianen Rhythmen.
Mitochondriale Diagnostik als Herausforderung für die moderne Labormedizin
Die mitochondriale Diagnostik ist eine komplexe Herausforderung für die Labormedizin, da Mitochondrien zentrale Funktionen im Energiestoffwechsel und in zellulären Prozessen übernehmen. Mitochondriale Dysfunktionen sind mit einer Vielzahl von Erkrankungen wie neurodegenerativen Störungen, Stoffwechselerkrankungen und Krebs assoziiert. Die diagnostische Schwierigkeit liegt in der Komplexität der mitochondrialen Störungen, die sowohl genetische als auch funktionelle Ursachen umfassen und von Umweltfaktoren beeinflusst werden. Molekulargenetische Tests, wie die Analyse mitochondrialer DNA, bieten wichtige Informationen, stoßen jedoch an Grenzen bei der Beurteilung funktioneller Störungen. Die Interpretation der Ergebnisse erfordert eine interdisziplinäre Herangehensweise, um die Variabilität der Krankheitsbilder und die präzise Diagnosestellung zu berücksichtigen.
Störfelder im Zahn-Kiefer-Bereich – Der unsichtbare Einfluss auf den Gesamtorganismus
Chronisch entzündliche Veränderungen im Zahn-Kiefer-Bereich wirken über neuro-immunologische Mechanismen auf den gesamten Organismus. Wurzelbehandelte Zähne, Osteolysen oder unverträgliche Materialien können stille Entzündungsherde darstellen, die über Zytokin- und Neurotransmitterprofile systemische Effekte auslösen. Die Nähe des kraniomandibulären Systems zu vegetativen Steuerzentren macht diesen Bereich besonders relevant für die ganzheitliche Regulationsmedizin. Biologische Störfelder im Kieferbereich stehen im Verdacht, komplexe chronische Krankheitsverläufe mit zu unterhalten oder gar auszulösen.
Weibliche Hormone im Gleichgewicht: Ursachen hormoneller Dysfunktionen verstehen und …
Hormonelle Dysbalancen bei Frauen sind häufig multifaktoriell bedingt und stellen Therapeut:innen vor komplexe diagnostische und therapeutische Herausforderungen. Der Vortrag analysiert zentrale pathophysiologische Ursachen wie die Wirkung endokriner Disruptoren, chronischen Bewegungsmangel und spezifische Mikronährstoffdefizite. Auf dieser Basis werden evidenzbasierte, integrative Interventionsstrategien vorgestellt: Dazu gehören individualisierte Lebensstilmodifikationen, die therapeutische Anwendung humanidenter Hormone, der gezielte Einsatz hormoneller Cofaktoren sowie die Rolle von Phytohormonen im klinischen Kontext. Ziel ist es, ein ganzheitliches Verständnis endokrinologischer Zusammenhänge zu fördern und praxisnahe, nachhaltige Therapiekonzepte für die weibliche Hormonregulation zu vermitteln.
Die Darm-Hirn-Achse als Regulationssystem – Neuroinflammation, Mikrobiom und Barrierestörungen
Die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn ist bidirektional und erfolgt über neuronale, immunologische und humorale Wege. Veränderungen des intestinalen Mikrobioms und Barrierestörungen (Leaky Gut) können systemische Entzündungen verstärken und über den Vagusnerv sowie Zytokinsignale neuroinflammatorische Prozesse anstoßen. Gleichzeitig beeinflussen zentrale neurovegetative Strukturen wie der Hypothalamus die Darmmotilität und Sekretionsleistung. Die Darm-Hirn-Achse ist somit ein zentrales Regulationssystem, das bei chronischen Erschöpfungszuständen, psychischen Beschwerden und funktionellen Störungen eine Schlüsselrolle spielt.
Neuroregulation & vegetative Steuerung – Der Vagusnerv als Schlüssel zur Heilung
Der Vagusnerv bildet das Rückgrat des parasympathischen Systems und ist wesentlich an der Steuerung von Entzündungsprozessen, Herzfrequenz, Atmung und gastrointestinaler Funktion beteiligt. Über seine afferenten Fasern übermittelt er Informationen aus der Peripherie an das zentrale Nervensystem und beeinflusst so emotionale und immunologische Reaktionen. Eine reduzierte Vagusaktivität ist mit einer Vielzahl chronischer Erkrankungen assoziiert. Die Fähigkeit des Körpers, zwischen Anspannung und Regeneration zu wechseln, hängt entscheidend von der Vagusfunktion ab und kann als zentraler Marker der Regulationsfähigkeit betrachtet werden.
Epigenetik, Lebensstil und Regulation – Wie Gene geschaltet werden können
Die Epigenetik beschreibt Mechanismen, mit denen Umweltreize und innere Zustände die Genaktivität steuern. Methylierungsmuster, Histonveränderungen und miRNA wirken dabei wie Schalter, die Gene an- oder abschalten, ohne die DNA-Sequenz zu verändern. Diese Prozesse sind hochdynamisch und reagieren auf Ernährung, Bewegung, emotionale Erfahrungen und toxische Belastungen. Epigenetische Fehlregulationen sind mit zahlreichen chronischen Erkrankungen assoziiert und stellen einen zentralen Ansatzpunkt für funktionelle Prävention und Therapie dar. Sie erklären, warum genetische Veranlagung nicht Schicksal sein muss.
Therapie-Integration: Von der Blockade zur Reaktivierung – Der systemmedizinische Weg zur Regulationsharmonie
Regulationsmedizin verlangt ein Denken in Netzwerken und Prozessen. Einzelne Symptome stehen oft am Ende komplexer funktioneller Dysbalancen, die sich über Jahre aufgebaut haben. Die Reaktivierung blockierter Systeme erfordert ein tiefes Verständnis biologischer Prioritäten und systemischer Wechselwirkungen. Erfolgreiche Therapie bedeutet in diesem Kontext nicht Symptombekämpfung, sondern die Wiederherstellung von Ordnung, Fluss und Reaktionsfähigkeit innerhalb der zentralen Regulationssysteme. Damit wird Gesundheit nicht erzeugt, sondern ermöglicht.
Kongress
Präsidium
Vorsitzender
Dr. med. Jürgen Kasper
Vorsitzender
Dr. med. Goran Stojmenovic
Speaker Vorschau
Hochkarätige Referenten
Referentin
Dr. Katharina M. Burkhardt
Referentin
Dr. Ruth Biallowons
Referentin
Mag. Heike Klocker
Referent
PD Dr. Stephan Sudowe
Referent
Dr. Eckart Schnackenberg
Referent
Dr. med. Jürgen Kasper
Referent
Dr. Kurt Müller
Referent
Dr. Wolfgang Schachinger