
Modul 5
Krankheiten funktionell behandeln
Im fünften Modul widmen wir uns der Krankheitsentstehung aus funktioneller Sicht und daraus resultierenden Therapiekonzepten

Krankheiten funktionell behandeln: Differenzierte Strategien für chronische Krankheitsbilder
Das abschließende Modul widmet sich der funktionellen Betrachtung chronischer Erkrankungen und deren therapeutischer Aufarbeitung. Im Mittelpunkt stehen Krankheitsbilder wie Hypercholesterinämie, Neuroinflammation, Depression, Migräne, Krebs und Insulinresistenz. Es werden moderne pathophysiologische Konzepte mit praxisnaher Labordiagnostik und kommunikativen Kompetenzen verbunden. Am Ende steht die Prüfung zur Erlangung des Diploms.
Indikationen für orthomolekulare Begleittherapien
• Orthomolekulare Medizin und Fettstoffwechselstörungen
• Orthomolekulare Medizin und Neuroinflammation
• Orthomolekulare Medizin und Migräne/Depression
• Sinnvolle Labordiagnostik in der orthomolekularen Medizin
Samstag, 13.06.2026
09:00 – 09:30 Uhr: Grundlagen zu indikationsbezogenen Therapieschwerpunkten
Kurze thematische Einführung und Ausblick auf die Bedeutung der Immunregulation in der funktionellen Medizin.
Dr. Goran Stojmenovic, Dr. Jürgen Kasper
09:30 – 11:00 Uhr: Cholesterin – Fluch oder Segen?
Einordnung von Cholesterin im Kontext der funktionellen Medizin. Physiologische Bedeutung für Zellmembranen, Hormonsynthese und Gehirnfunktion. Kritische Auseinandersetzung mit Leitlinien, LDL vs. HDL, Rolle von Entzündung, Oxidation und funktioneller Diagnostik bei Dyslipidämien. Therapieansätze abseits statinbasierter Konzepte.
Dr. Goran Stojmenovic
11:00 – 11:30 Uhr: Pause
11:30 – 13:00 Uhr: Neuroinflammation – stille Entzündungen im Nervensystem
Grundlagen der Neuroinflammation: Mikroglia, Blut-Hirn-Schranke, mitochondriale Dysfunktion. Zusammenhang zwischen Entzündung und neurologischen Erkrankungen wie MS, Alzheimer, Parkinson sowie psychischen Störungen. Diagnostische Marker (z. B. CRP, TNF-α, IL-6, oxidativer Stress), therapeutische Strategien aus der funktionellen Medizin.
Dr. Goran Stojmenovic
13:00 – 14:30 Uhr: Mittagspause
14:30 – 16:00 Uhr: Depression und Migräne – funktionelle Ursachen und Therapieansätze
Verknüpfung neuroimmunologischer, hormoneller und gastrointestinaler Faktoren bei der Entstehung von Depressionen und Migräne. Bedeutung von Histamin, Serotonin, Darm-Hirn-Achse, Mitochondrien, Mikronährstoffen und hormonellen Dysbalancen. Vorstellung praxisnaher Behandlungsstrategien auf funktioneller Grundlage.
Dr. Jürgen Kasper
16:00 – 16:30 Uhr: Pause
16:30 – 18:30 Uhr: Praxismodul – Sinnvolle Labordiagnostik in der funktionellen Medizin
Gemeinsame Analyse und Diskussion relevanter Laborparameter im Kontext funktioneller Medizin: Lipidprofil, Entzündungsparameter, neuroinflammatorische Marker, Mikronährstoffe, Hormonstatus und Darmdiagnostik. Interpretation im klinischen Zusammenhang, patientenzentrierte Therapieplanung und Auswahl sinnvoller Diagnostik in verschiedenen Beschwerdebildern.
Dr. Goran Stojmenovic, Dr. Jürgen Kasper
Sonntag, 26.04.2026
09:30 – 10:30 Uhr: Insulinresistenz – das unterschätzte Syndrom
Gestörte Glukoseverwertung, insbesondere Insulinresistenz, ist ein zentrales Element zahlreicher chronischer Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, PCOS und kardiovaskulären Störungen. Viszerales Fettgewebe, nicht-alkoholische Fettleber und stille Entzündungen beeinträchtigen die Insulinwirkung und führen zu einer Entkopplung von Nahrungszufuhr und Energieverwertung. Die funktionelle Diagnostik umfasst Nüchterninsulin, HOMA-Index, Glukosewerte und HbA1c. Frühzeichen wie Energiedefizite, Gewichtszunahme und hormonelle Dysbalancen deuten auf metabolische Ungleichgewichte hin. Ein multimodaler Ansatz mit Low-Carb-Ernährung, Bewegung und Pflanzenstoffen wie Zimt oder Myo-Inositol hilft bei der Therapie und Prävention. Ziel ist, ein tiefes Verständnis für Insulinresistenz und wirksame Therapiemöglichkeiten zu vermitteln.
Dr. Jürgen Kasper
10:30 – 11:00 Uhr: Pause
11:00 – 12:00 Uhr: Östrogendominanz – Die unterschätzte Ursache vieler Beschwerden: Ursachen, Symptome und funktionelle Therapieansätze
Östrogendominanz ist ein Zustand, bei dem der Östrogenspiegel im Verhältnis zum Progesteron im Körper erhöht ist. Dies kann zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen, die von hormonellen Ungleichgewichten bis zu chronischen Erkrankungen reichen. Oftmals wird dieser Zustand nicht erkannt, obwohl er mit Symptomen wie PMS, Migräne, Stimmungsschwankungen, unerklärlicher Gewichtszunahme und sogar erhöhtem Risiko für Brustkrebs in Verbindung gebracht wird. In diesem Vortrag wird die Östrogendominanz aus einer funktionellen medizinischen Perspektive betrachtet, wobei die zugrunde liegenden Ursachen wie Stress, Umweltgifte, Ernährungsgewohnheiten und die Leberfunktion beleuchtet werden. Zudem werden diagnostische Verfahren und die Anwendung von naturheilkundlichen sowie orthomolekularen Therapieansätzen vorgestellt, um das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Östrogendominanz und chronischen Beschwerden aufzuzeigen und praktische, evidenzbasierte Lösungsansätze für eine nachhaltige Behandlung zu bieten.
Dr. Goran Stojmenovic
13:00 – 14:30 Uhr: Mittagspause
14:30 – 15:30 Uhr: Kommunikation in der funktionellen Medizin
Therapeutische Kommunikation spielt eine Schlüsselrolle in der funktionellen Medizin, insbesondere bei chronisch kranken Patientinnen. Eine einfühlsame, strukturierte Gesprächsführung, die Empathie, aktives Zuhören und eine klare Haltung umfasst, ist entscheidend für den Therapieerfolg. Im Fokus stehen der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung, die Förderung der Eigenverantwortung und die Motivation zur Therapie-Compliance. Es werden Methoden vermittelt, wie komplexe Informationen verständlich und dosiert weitergegeben werden können, um Überforderung zu vermeiden und die Entscheidungsfähigkeit der Patient:innen zu stärken. Ziel ist es, Kommunikation als wertvolles therapeutisches Werkzeug zu nutzen.
Dr. Jürgen Kasper
15:30 – 17:00 Uhr: Prüfung & Diplomvergabe
Abschlussprüfung
Voraussetzung zur Erlangung des Diploms Funktionelle Ganzheitsmedizin